Ehrliche Worte einer ehemaligen Lehrerin

Wenn es um die Erwartungshaltungen von Eltern an die Lehrer geht, sind diese oftmals, zumindest in den Augen der Lehrer, mehr als überzogen. Zudem fühlen sich Lehrer häufig ausgenutzt, da viele Eltern der Überzeugung sind, dass deren Auftrag nicht nur der, der Vermittlung von Schulstoff ist, sondern auch die Erziehung beinhaltet, wofür diese keine Zeit mehr haben. (Aus welchen Gründen auch immer!)

Der Leserbrief

In diesem Leserbrief schrieb die ehemalige Lehrerin aus der USA, Lisa Roberson, dass sie sehr wütend darüber sei, dass viele Menschen alles besser wissen zu meinen, obwohl diese keinerlei Ahnung davon haben, wie es in den Schulen tatsächlich sei. Darüber hinaus hasst sie Ratschläge von Menschen, die nichts mit dem Bildungssystem zu tun haben, aber Wissen wollen, wie man dieses retten kann.

Weiter schrieb sie, dass das eigentliche Problem die Eltern seien. Denn diese bringen den Schülern beziehungsweise den Kindern kaum noch Benehmen sowie Respekt bei. Dies spiegelt sich natürlich auch in deren Umgangsformen wider. Ein weiteres Problem sei, dass manche Schüler Schuhe tragen, welche teurer als das gesamte Outfit der Lehrkraft sind, jedoch weder einen Stift noch einen Schreibblock besitzen. Ihre Frage, wer denn daran „Schuld“ sei, ist berechtigt sowie ihr Ärger darüber, dass Lehrkräfte dann sehr oft aushelfen müssen und von ihren privaten Sachen Dinge den Schülern zu Verfügung stellen.

Ebenso stellt sie in ihrem Leserbrief rhetorische Fragen, wie beispielsweise, wie viele Eltern erscheinen eigentlich zu einem Elternabend und erkundigen sich um die Entwicklung des Schülers beziehungsweise des Kindes? Oder aber, welche Eltern kontrollieren täglich, ob die Hausaufgaben gemacht worden sind? Und, schauen Eltern tatsächlich immer nach, ob alle Schulsachen gepackt worden sind?

Um ganz ehrlich zu sein, wenn man diese Fragen alle wahrheitsgemäß beantworten würde, wird sehr schnell klar, wo das eigentliche Problem liegt. Es ist daher kein Wunder, dass viele Lehrer wütend über die gesamte Situation sind und eigentlich nur ihren Job machen wollen, der nichts weiter beinhaltet, wie das Vermitteln von Schulstoff und nicht, wie von Eltern oftmals erwartet wird, die Erziehung der Schüler beziehungsweise Kinder.

Lisa Roberson, die ehemalige Lehrerin, erhielt viel Zuspruch. Natürlich gab es auch kritische Stimmen. Fest steht, dass diese Perspektive nicht nur interessant ist, sondern auch maßgeblich dazu beitragen kann, dass angesprochene Problem effektiv zu lösen.